Ella – Der Werdegang

Ich war unglaublich euphorisch! Eine Agentur interessierte sich für meine Geschichte! Ich konnte es kaum glauben und begann nach diesem Erfolg anderen von meinem Hobby zu erzählen. Ich telefonierte mit Frau Wittmann von der Agentur, die Ellas Geschichte sogar mit zur Frankfurter Buchmesse nehmen wollte, um sie einigen Verlagen vorzustellen. Das war alles so unwirklich! Und dann gab es tatsächlich ein paar Verlage, die Interesse hatten! Verrückt! Die Verlage bekamen die ersten Kapitel des Manuskripts und dann hieß es: Warten … warten … sehr lange warten.
Und dann kam die Ernüchterung: Von manchen Verlagen kam gar keine Rückmeldung, andere sagten grundlos ab und wieder andere meinten, die Geschichte würde gerade nicht ins Programm passen. Die Agentur versuchte es weiter bei kleineren Verlagen, aber es war immer das Gleiche.

20190209_145446

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, aber letztendlich hatte einfach niemand Interesse an Ellas Geschichte und das war ein unglaublicher Tiefschlag!
Die Agentur versuchte es weiter, Frau Wittmann war nach wie vor unglaublich überzeugt von der Geschichte, aber letztendlich wurde ich zur Karteileiche. Zum Glück war ich bei einer seriösen Agentur und musste nicht in Vorleistungen gehen. Achtet darauf, wenn ihr auf die Suche nach einer Agentur geht! Eine seriöse Agentur bekommt 15 bis 20 % von eurem Gewinn, aber eben erst nach Vertragsabschluss mit einem Verlag. Das bedeutet, dass die Agentur Rumler mit allem Einsatz, den sie für mich gezeigt hat, keinen einzigen Cent gesehen hat. Und so kam es dann, dass der Vertrag in beiderseitigem Einverständnis vor einem Jahr aufgelöst wurde. Ein weiterer unfassbarer Tiefschlag!

20181103_130858Meine erste Reaktion: „Dann schreib ich eben gar nicht mehr!“ Doch nach kurzer Zeit war klar, dass ich es dafür viel zu gerne mache. Also wandte ich mich mal wieder an Sylvia Englert mit der Frage, Selfpublisher werden oder es einfach endgültig lassen. Ihre eindeutige Antwort war: auf jeden Fall als Selfpublisher versuchen! Das habe ich dann gemacht. Ich habe mir ihr Autoren-Handbuch gekauft und mich ganz strikt an ihre Angaben gehalten. Das Manuskript habe ich noch einmal ganz grundlegend überarbeitet, ganz strikt das ein oder andere Drama, das mir auf einmal viel zu viel vorkam, gestrichen und die ganze Geschichte rigoros noch einmal um 50 Seiten gekürzt. Ich habe das Cover selbst gestaltet, mich bei Books on Demand angemeldet und dann konnte Ellas Abenteuer beginnen.

Im Nachhinein bin ich wirklich stolz, dass ich diesen Schritt gewagt habe, und ich bekomme so viele positive Rückmeldungen, dass ich sicher bin, alles richtig gemacht zu haben. Aber ich merke auch, wie schwierig das mit dem Marketing ist, wenn kein Verlag hinter einem steht. Ich bin für alles selbst verantwortlich, muss Klinken putzen und mich anpreisen. Eine Sache, die mir nicht besonders liegt, aber Ella ist die Mühe auf jeden Fall wert!